Rechenschaftsbericht für das Jahr 2013

Die Wurzeln des Vereins ZUKUNFT FECHENHEIM liegen in der Bürgerinitiative ZUKUNFT FECHENHEIM begründet. Das spiegelt der Zweck des Vereins wider.

Zweck des Vereins

Zweck unseres Vereins ist die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsqualität in Fechenheim.

Der Zweck soll durch

–        Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnsituation im Stadtteil,

–        Unterstützung kultureller Initiativen im Stadtteil und

–        durch Verhinderung zusätzlicher Belastungen durch Lärm, Abgase und schädliche Emissionen

verwirklicht werden.

Ringen um Gemeinnützigkeit

Das Ringen um Gemeinnützigkeit haben wir aufgegeben, weil die bürokratischen Hürden die Belastung im Ehrenamt bei Weitem übersteigen. Vorschläge eines Steuerberaters für eine ent-sprechende Satzungsänderung liefen ins Leere, weil das Finanzamt immer wieder neue Ablehnungsgründe dagegen setzte.

Bahnschwellen

Unsicherheit, Gerüchte und Verärgerung über die ungesicherte Lagerung und Verbrennung von Bahn-schwellen auf dem Allessa-Gelände in Frankfurt-Fechenheim steigen. Bürger im Stadtteil haben einige Mitglieder des Vereins ZUKUNFT FECHENHEIM darauf angesprochen.

Im sog. Biomasse-Kraftwerk der Mainova AG in Fechenheim werden nämlich massenhaft Eisen-bahnschwellen zur Erzeugung von Strom und Wärme unter freiem Himmel gelagert und später verbrannt.

Wenn wir uns in Fechenheim vor Augen halten, dass die Imprägnierungsmittel vielerlei  Stoffe enthalten, die zum Teil im Hinblick auf Umwelt- und Gesundheitsschädigung noch gar nicht wissen-schaftlich untersucht sind, kommen erhebliche Zweifel im Hinblick auf die Gefährdung in Fechen-heim auf. Für uns stellt sich die Frage: „ Ist das Biomasse-Kraftwerk, das aus unserer Sicht eigentlich mehr eine Sondermüll-Verbrennungsanlage ist, tatsächlich sicher für Mensch und Umwelt?“

Wer über die Fußgängerbrücke geht, die über den nördlichen Teil des Allessa-Betriebsgeländes in Fechenheim führt, kann unter sich eine häufig riesige Menge übereinander geschichteter Eisen-bahnschwellen sehen. Diese Schwellen werden von dem Biomasse -Kraftwerk der Mainova AG zur Erzeugung von Strom und Wärme verbrannt. Es gibt Zeiten, in denen die Schwellenberge die Höhe und Breite  mehrerer Reihenhäuser aufweisen. Entgegen den Hoffnungen vieler Anwohner, dass es  irgendwann mal keinen Nachschub mehr gäbe, trügt. Abgetragene  Schwellenberge  sind bisher immer wieder aufgefüllt worden. Es scheint unendlich viele Eisenbahnschwellen zu geben, die ihren Weg aus ganz Europa nach Fechenheim finden.

Der Vorstand des Vereins hat sich in dieser Angelegenheit an die Mainova-AG gewandt. Nachdem unsere Schreiben vom 03. 02. 2014 und 17. 02. 2014 nach Wochen nicht beantwortet wurden, hat sich der Vorsitzende des Vereins an das Mitglied des Mainova-Vorstandes, Prof. Dr. Birkner, gewandt und gebeten der Angelegenheit nachzugehen und dafür Sorge zu tragen, dass wir nunmehr umgehend eine Antwort erhalten. Am 17. 03. 2014 ging schließlich eine Antwort ein, in der alles als rechtens erklärt wird.

Erfreulich war die äußerst positive Reaktion der Presse zum Vorstoß des Vereins.

Jeder mag sich selbst eine Meinung über das Motiv der Mainova-AG zur Verweigerung einer Antwort bilden.

Wohnsituation in einigen Wohneinheiten

Mieterinnen und Mieter werden wegen zum Teil unerträglicher Vorkommnisse in ihrem Wohnumfeld vom Vorstand unterstützt. Der Vermieter hat sich bereit erklärt, mit den Betroffenen zu kooperieren. Das hat zu ersten Erfolgen geführt. Beachtlich ist, dass es gelungen ist, die Mieterinnen und Mieter zusammen zu führen, so dass sie sich nicht mehr vereinzelt fühlen.

Sie werden in der Zwischenzeit durch Vermittlung des Vereins auch von anderen Einrichtun-gen unterstützt. Zuletzt haben sich einige Mieterinnen und Mieter gemeinsam an den Orts-beirat 11 gewandt, um dort ihre Sicht der Probleme vorzutragen. Einige Ortsbeiratsmitglieder zeigten Bereitschaft, die Betroffenen zu unterstützen.

Befragung der Kandidatinnen und Kandidaten für die Bundestags- und Landtagswahl

Die Kandidatinnen und Kandidaten für die Bundestags- und Landtagswahl wurden darum gebeten, sich als Politikerin / Politiker dafür einzusetzen, dass die einschlägigen Gesetze zur Verringerung der Umweltbelastung umgehend so zu novellieren, dass alle Kraftwerke -unabhängig von ihrer Dimensionierung – mit wirksamen Filteranlagen ausgestattet werden und bei Genehmigungsverfahren sowie Überprüfungen die Gesamtbelastung in einer Region (Verkehr, weitere Emittenten u. a.) berücksichtigt werden muss.

Das Schreiben war mit einer umfassenden Begründung, die die Erfahrungen in Fechenheim wiedergaben, verschickt worden.

Nur eine Kandidatin und ein Kandidat äußerten sich mit knappen Texten. Alle anderen schwiegen. Daraus können die Bürgerinnen und Bürger ersehen, dass Umweltpolitik in ihrem Sinne keine Rolle spielt.

Post

Der Verein hat Kontakt zur Deutschen Post aufgenommen, weil die Fechenheimer Filiale geschlossen war und keine Vertretung angeboten wurde. Die Antwort der Deutschen Post ist nichtssagend.

Stammtisch

Erfreulich verliefen einige Stammtische, die der Verein für Mitglieder und Gäste zum Gedankenaustausch angeboten hatte. Mehrere Teilnehmer nutzen die Gelegenheit, um Mitbürgerinnen und Mitbürger kennen zulernen, Gedanken auszutauschen und Anregungen zu geben.  Das machte den Initiatoren Mut, das begonnene Vorhaben fortzusetzen.

OB 11

In einer Sitzung des Ortsbeirates am 18. 10. 2013 konnten die Ergebnisse einer Gesundheitsbefragung des Vereins vorgestellt werden. Es ging dabei um Erkrankungen der Atemwege.

Kontakt zur Türkischen Kulturgemeinde Fechenheim

Der Vorstand des Vereins ZUKUNFT FECHENHEIM hat Kontakt zur Türkischen Kulturgemeinde Fechenheim aufgenommen. Ein Vorstandsmitglied hat den Verein bei einigen Veranstaltungen der Türkischen Kulturgemeinde Fechenheim vertreten.

Mitgliederbetreuung

Die Pflege der Homepage des Vereins wurde in professionelle Hände übergeben, damit die Mitglieder und Interessierte über Aktuelles informiert werden können.

Vernetzung des Vereins

Der Verein ist der Arbeitskreis Fechenheimer Vereine beigetreten.

Schlussbemerkung

Aufgabe des Vorstandes ist es die Initiativen und Anregungen der Vereinsmitglieder im Sinne des Satzungszweckes zu koordinieren; natürlich auch selbst Initiativen zu ergreifen. Die Mitglieder sind aufgerufen, selbst aktiv zu werden und mitzuarbeiten. Wenige Aktive sind  überfordert, wenn sie die Ziele des Vereins erreichen wollen.

Wegen der geringen Mitgliederzahl muss deshalb im Verein auf Selbstverantwortlichkeit und Vertrauen untereinander größter Wert gelegt werden. Das hängt allerdings auch mit dem Selbstverständnis zusammen.

Die umfassende Begründung für die Forderung nach einer geänderten Umweltpolitik im Rahmen des Wahlkampfes 2013 wurde von ehrenamtlich tätigen Menschen erstellt. Die fehlenden Antworten nahezu aller Kandidatinnen und Kandidaten für die Bundestags- und Landtagswahl der zeigen, dass das Ehrenamt nur in Sonntagsreden gewürdigt wird. Das Gleiche gilt für das Hick-Hack um die Anerkennung der Gemeinnützigkeit des Vereins.

Kein Vorstandsmitglied oder Vereinsmitglied hat einen Anspruch auf Erstattung von Kosten angemeldet. So verstehen wir Ehrenamtlichkeit.

Ein besonderer Dank geht an alle, die sich mit Vorschlägen und Aktivitäten eingeschaltet haben. Auf namentliche Nennung verzichte ich, weil das zu ungerechtfertigten Bewertungen führen könnte.  Jeder Aktive hat sein Bestes gegeben.

Werner Scholz

-Vorsitzender-

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