Der Vorstand des Vereins ZUKUNFT FECHENHEIM hatte im September 2015 die Geschäftsleitung der Allessa GmbH in Frankfurt Fechenheim darauf aufmerksam gemacht, dass bedeutende Kritiker von Braunkohlekraftwerken die Gefährlichkeit des durch die Kraftwerke verursachten Ausstoßes von Quecksilber belegen.

Der Vorstand des Vereins ZUKUNFT FECHENHEIM kritisiert, dass in der Erwiderung die Verantwortung der Allessa GmbH für den Quecksilberausstoß auf dem Gelände zurück-gewiesen werde. Obwohl die Geschäftsleitung genau wisse, dass sich Quecksilber nicht ab-baut und sich deshalb über die Jahre hinweg zunehmend in der Umwelt ablagere, argumentiere sie mit momentan geringem Ausstoß. Das sei peinlich für ein Chemieunternehmen, was von sich behaupte, modern zu sein.

Jetzt liegt ein Gutachten des Hamburger Instituts für Ökologie und Politik vor. Die Forscher fordern, dass die Kraftwerke mit moderner Filtertechnik ausgestattet werden sollen, damit die Quecksilberemissionen um 85% reduziert werden. Das sei mit einem niedrigen finanziellen  Aufwand zu machen. Darauf hatten die Kläger gegen das Kraftwerk auf dem Allessa-Gelände bereits beim Prozess vor dem Verwaltungsgericht in Frankfurt hingewiesen. Werner Scholz, der Vorsitzende des Vereins ZUKUNFT FECHENHEIM „Übrigens: Moderne Chemiewerke, denen die Gesundheit ihrer Nachbarschaft wichtig ist, würden das ohne Gerichtsverfahren tun.“

Der Verein ZUKUNFT FECHENHEIM kündigt an: „Wir bleiben dran. Es gibt keine Ruhe – einschläfern hilft bei uns nicht.“ Werner Scholz: „Wir hoffen, dass der Verwaltungs-gerichtshof in Kassel demnächst ein Urteil fällen wird, das moderne, zukunftweisende Entwicklungen anstößt bzw. sogar fordert und zur Befriedung in Fechenheim und Umgebung führen wird.“

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