Plastikplanen im Landschaftsschutzgebiet Fechenheimer Mainbogen?

Sehr geehrte Frau Stadträtin Heilig,

in Ergänzung zu meiner (noch unbeantworteten) Mail vom 10.03.2020 sende ich Ihnen aktuelle Fotos aus dem Fechenheimer Mainbogen. Darin können Sie erkennen, wie heute in der entstehenden “naturnahen Auenlandschaft” Landwirtschaft betrieben wird. Auf etwa dreiviertel der landwirtschaftlichen Flächen wird Mais unter Folie angebaut, wobei gleichzeitig mit der Folie Bodenherbizide zur Unkrautbekämpfung eingebracht werden. Die Folie verbleibt im Lebensraum von Tieren, Pflanzen und Menschen. Der Wind trägt die durch das Wachstum des Mais und die weitere Bodenbearbeitung dann zerfetzte Folie in die Baum- und Strauchgruppen, in den Main, in die neu angelegten Gewässer und in die benachbarten Wohngebiete.

Die Baum- und Strauchgruppen sind perfekte Rückzugsgebiete für Tiere aller Art, in den neu angelegten Gewässern sollen “Lebensräume für Tiere und Pflanzen” entstehen – so informieren die vor Ort aufgestellten Infotafeln.
Der Weg von Herbiziden und Folie in die Nahrungskette von Tieren, denen hier angeblich besonders gute Lebensbedingungen geboten werden sollen, liegt nahe.
Der Text auf der Infotafel endet mit dem Hinweis: “…helfen Sie aber bitte auch dabei mit, diese neuen naturnahen Lebensräume zu bewahren.”
Die Verschmutzung der Natur und der anschließenden Wohngebiete durch herumfliegende Folienfetzen stehen im krassen Widerspruch zu den Zielen des Renaturierungsprogramms und den Bemühungen den Stadtteil sauber zu bekommen. In den Wohngebieten versuchen die FES, CleanFFM, das Stadteilmanagement und nicht zuletzt der Verein Zukunft Fechenheim mit Aktionen aller Art für eine saubere Umgebung zu sorgen. Diese Bemühungen werden konterkariert durch die hier praktizierte Art des Landbaus.
Das möglicherweise vorgebrachte Argument die Folie wäre in irgend einer Form abbaubar verfängt nicht, das sehen Sie an den beiliegenden Fotos.
Millionen werden von Stadt und Land dafür ausgegeben um eine naturnahe Auenlandschaft entstehen zu lassen, da wäre es doch nahe liegend hier auch nachhaltige biologische Landwirtschaft zu betreiben.
Wir bitten Sie, sich Kraft Ihres Amtes hierfür einzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Werner
Dipl.- Ing. Architekt
Verein Zukunft Fechenheim e. V.

2 Kommentare zu „Plastikplanen im Landschaftsschutzgebiet Fechenheimer Mainbogen?“

    1. Joachim Werner

      Hallo Christoph, das schöne Panoramafoto paßt vom Format her nicht in das Layout unserer neuen Website, aber wir bringen ein anderes Bild.

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